Fasching.. was soll der Scheiß?

21.02.2025

Konfetti und Luftschlangen und zwischendrin leere Bierdosen, Flaschen und sonstiger Müll.
Überall laufen Menschen in Kostüm. Durch die Straße sind sturzbetrunken, lassen ihr Niveau sinken und benehmen sich, als wenn sie sich nicht zur Spezies Homo Sapiens dazugehörig fühlen...

Das ist zumindest das, wie ich Fasching heutzutage wahrnehme. Doch wie es angefangen hatte und noch dahinter steckt, ist weitaus interessanter.
Fasching ist nicht nur eine Zeit des ausgelassenen Feierns, sondern auch ein Fest mit tief verwurzelten Traditionen. Ursprünglich diente dieser Brauch dazu, die dunkle Jahreszeit zu vertreiben und Platz für den Frühling zu schaffen. Heilpflanzen und Rituale spielten dabei eine wichtige Rolle – sie wurden genutzt, um Schutz zu bieten, Fruchtbarkeit zu fördern und das Wohlbefinden zu stärken.



Die Ursprünge des Faschings – warum wurde es gefeiert?


Die Ursprünge des Faschings reichen bis in vorchristliche Zeiten zurück. In vielen Kulturen gab es Frühlingsfeste, bei denen Menschen Masken trugen, laut trommelten und Kräuter räucherten, um böse Geister zu vertreiben. Mit der späteren Einführung der christlichen Fastenzeit entwickelte sich der Karneval als ausgelassene Zeit, bevor 40 Tage der Enthaltsamkeit begannen.


Welche Rolle spielten Kräuter 🌿 in alten Faschingsritualen?

Heilpflanzen hatten damals eine magische und praktische Bedeutung. Sie wurden für Schutzrituale genutzt, in Speisen verarbeitet oder als Räucherwerk eingesetzt. Besonders wichtig waren:

  • Beifuß: Galt als Schutzpflanze gegen dunkle Energien und wurde vor Umzügen ins Feuer geworfen.

  • Salbei: Wurde geräuchert, um Körper und Haus zu reinigen und Krankheiten fernzuhalten.


  • Thymian: Wurde in Wein eingelegt und als Stärkungsmittel getrunken, um nach den Feierlichkeiten wieder zu Kräften zu kommen.

Altes Faschingsritual mit Heilpflanzen: Die Beifuß-Reinigungszeremonie

Ein besonders bekanntes Ritual war das "Beifuß-Feuerritual". Beifuß galt als Pflanze der Reinigung und Erneuerung. Man glaubte, dass sie negative Energien vertreiben und Schutz für das neue Jahr bringen kann.


So kannst du das Ritual selbst durchführen:

1. Beifuß-Räucherung: Nimm ein paar getrocknete Beifußzweige und zünde sie in einer feuerfesten Schale an. Lass den Rauch durch deine Räume ziehen, um Altes loszulassen.

2. Wunschzettel verbrennen: Schreibe auf ein Blatt Papier, was du im neuen Jahr hinter dir lassen möchtest – sei es Stress, eine schlechte Angewohnheit oder alte Sorgen. Verbrenne den Zettel symbolisch im Beifuß-Rauch.

3. Frischer Start: Trinke nach der Reinigung einen Beifuß- oder Thymiantee, um dein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen.



Gesundheitstipps für die Faschingszeit

Um das närrische Treiben gut zu überstehen und danach wieder fit zu werden, helfen natürliche Heilmittel:

Kräutertees für Wohlbefinden: Kamille, Pfefferminze oder Melisse beruhigen den Magen nach langen Feierlichkeiten.

Vitalisierende Snacks: Kräuterbutter mit frischen Kräutern stärkt das Immunsystem und versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen.

Naturkosmetik: Eine Honig-Haferflocken-Maske beruhigt die Haut nach Schminke und ausgelassenem Feiern.

Elektrolythaushalt auffüllen: Nach einer durchzechten Nacht hilft eine Mischung aus Wasser, einer Prise Salz, Honig und frisch gepresstem Zitronensaft, um den Körper wieder in Balance zu bringen.